Weiter geht’s…nachdem wir uns vom Hornbachbesuch erholt hatten und die einigermassen mühsamen Lieferbedingen unseres gewählten Campingkramanbieters durchschaut hatten und alles ankam (nicht immer ganz) – konnten wir weitermachen…
Ist unpraktisch wenn dein Auto Arctic White lackiert ist und es eingeschneit wird – mussten unseren Ferdinand letztes Wochenende erst mal im Schnee suchen bevor wir die Inneneinrichtung vornehmen konnten. Also Inneneinrichtung mit den behelfsmässig zusammengeschusterten Kartonmöbel und Malercrepkombinationen, empfiehlt sich aber sehr um das Geplante mal in «echt» zu überprüfen. So konnten wir am Winterrückkehrtag wenigsten ein bisschen vorwärts kommen und haben uns nun, so glaub ich wenigstens, entschieden wie unser Büsli Innen aussehen wird. Denn die ganzen Dichtungsmassen und Kleber sind echte Sissis in der Anwendung – die lieben Materialien wollen dann bitteschön nicht unter 5 Grad verarbeitet werden, neinnein.
Nach der winterlichen Tatendrangausbremsung musste also mal wieder was gemacht werden am Bus und da bietet es sich an, in die Heimat zu fahren und den Mann mal machen zu lassen. Sehr gutes Konzept hab ich festgestellt.
Die Mercedes Leute haben wohl auch mal in geistiger Umnachtung geplant, denn unter den (unnützen..?) Kunststoffseitenleisten läuft ganz wunderbar das Wasser rein und weiter in den Fahrzeuginnenraum durch die Löcher mit den Nubsis (lustiges Wort aber keine Ahnung wie die Dinger richtig heissen). An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an meinen Lieblingsmann der in unendlicher Geduld abertausende Youtubevideos zu all möglichen Themen schaut und das meistens mehrfach (mein Gehirn hätte sich schon längst mit einem Aperol Spritz in die nächste Ecke verzogen) und so auf solche Dinge aufmerksam wird.
Der Mann hat dann mal auf der einen Seite alles entfernt, nehme an sorgfältig begutachtet, gereinigt und entsprechend die Dinger mit Dichtungsmasse beschmiert und alles wieder angebracht. Bleibt noch Seite zwei: Man will ja nicht so sein und auch mithelfen, so habe ich mich dann dieser spannenden Aufgabe gewidmet, so dass der Man ENDLICH die Tischkreissäge in Betrieb nehmen konnte. Und keine Angst, alle Finger sind noch dran.
Wir haben nun also einen dichten Ferdinand (hoffentlich) und zugeschnittene Bodenleisten (und einen Sack voll «Sägmähl»). Als nächstes wird’s wohl tatsächlich unumgänglich, den Ferdi aufzuschneiden…. aber mal schauen, vielleicht schneits nochmal.
Heckverbreiterung, Longsleeper oder eben «Bäckli», 26.04.2022
Was für eine Wortschlacht – geht es doch alleine um die Möglichkeit quer im Ferdinand schlafen zu können.
Das Unumgängliche wurde durch unsere Kletterferien noch ein wenig aufgeschoben… aber eben «aufgeschoben ist nicht aufgehoben» und so haben wir den Ferdinand nun zu seinem Leidwesen «endlich» aufgeschnitten.
Es ist nun bekanntermassen so, dass man enorm Platz gewinnt, wenn man quer im Bus schlafen kann. Also ich kann da ja auch im Originalzustand vom Ferdi, aber der Mann halt eben nicht.. und weil ja alle Modelle, die einigermassen breit genug gewesen wären aufgrund ihrer Optik beim Mann durchfielen, müssen wir dafür eine Heckverbreiterung einbauen. Finden tut man das Ganze auch unter Longsleeper oder Schlafbacken, aber ihr werdet mir sicher zustimmen, dass «Bäckli» doch einfach viel herziger ist. Geliefert wurden die «Bäckli» bereits vor einiger Zeit und diese sind scheinbar so simpel einzubauen, dass da keine Montageanleitung mitgeliefert wird. Aber es gibt ja YouTube – hurra (hab schon gehört, dass sich Leute da auch das «Töff» Fahren mit Videos schauen beibringen).
Ja da standen wir nun – ich zaghaft, der Mann voller Tatendrang – vor dem Bus und alles war bereit. Da einer die Fotos machen muss, «durfte» (soll heissen musste) der Mann die Stichsäge an Ferdinands Haut ansetzen. Tja was soll ich sagen, dass ging alles erstaunlich gut, auch wenn mal wieder 5mal so lange wie angenommen (Abendessen gabs um halb 10 Uhr). Bei den Schlafbacken ist die Platzierung insofern sehr simpel da sie sich exakt an die Blechkontur im Bereich der Fenster anpassen. Da es sich dabei um eine nicht tragende Fläche handelt können die Querstreben entfernt werden und der Ausschnitt mit der Stichsäge ausgesägt werden. Wir gingen das Ganze natürlich ein wenig vorsichtig an, versuchten uns noch mit aufzeichnen des Rahmens was völlig unnötig war und haben zuerst mal ein kleines Loch ausgeschnitten. Ja, aber dann gings los und der Mann hat das richtig gut gemacht – ich habe mich scheinnützlich gemacht und das irgendwann stark flatternde Blechstück festgehalten *wow*).
Viel putzen ist da angesagt, denn auch mit abkleben usw. ist es unvermeidbar, dass überall Metallspäne rumliegen – also immer wieder putzen, dann schleifen, wieder putzen bis auch der Perfektionist zufrieden ist. Anschliessend haben wir das «Bäckli» mit Schraubzwingen montiert, um die nötigen Bohrlöcher anzuzeichnen und auch gleich zu bohren – wir werden mutig ;). Und ja, wir haben die richtige Seite für das «Bäckli» ausgeschnitten, gleich auf Anhieb man stelle sich vor, lieber Dani. Bleibt nur noch den Kleber auf dem Rahmen zu verteilen, das Ding an Ferdinand zu pappen und festzuschrauben. Vuala… zum Üben gibts ja noch die zweite Seite (sonst hätte der Mann ja immer noch keinen Platz und ja ihm ist bewusst, dass die ganze Übung nur wegen ihm stattfindet).




