Mit dem Einbau des Dachfensters – Dachhaube hört sich doch einfach saublöd an – haben wir unseren persönlichen ersten Meilenstein abgeschlossen. Hurra und Yippie – Gurke und Tonic stehen bereit.
Unser Sternenhimmelguckfenster ist fertig geworden – wir freuen uns jedenfalls zukünftig vom Bett aus rauf- und rausschauen zu können. Damit haben wir nun alle Arbeiten an der Karosserie fertig gestellt (es fehlen lediglich noch die Ausschnitte im Boden für die Heizung und Abwasserleitung aber das zählt nicht) und das grässliche Geräusch der Stichsage die sich durch Ferdinand frisst verblast langsam in der Erinnerung.
Aber von vorne – schliesslich will das teure Stück Kunstoff auch erwähnt werden. Wir haben uns entschieden ein möglichst grosses Dachfenster einzubauen und das im hinteren Bereich um da genügend Licht in den Bus zu bringen (aufgrund der Schlafbacken fallen Seitenfenster weg). Einfacher wärs gewesen vorne im sickenfreien Bereich ein Fenster von 40 x 40 cm einzubauen, aber eben, dass wär ja winzig das Ding. Unser Fenster hat mit 50 x 70 cm eine super Grösse und passt genau zwischen die quer verlaufenden Holmen im Innenraum – auf dem Dach allerdings wird das Unterfangen mit den verschiedenen Vertiefungen und der Wölbung nicht einfacher. Da kommt jetzt der Adapterrahmen «alias teuerstes Stück Kunststoff in Ferdinand» ins Spiel. Für den Sprinter haben wir einen Hersteller in Deutschland gefunden, der einen solchen Rahmen in der passenden Grösse anbietet. Nach dem wir diverse Videos zum Dachfenstereinbau geschaut haben, und der Mann (und ich auch muss ich zugeben) wenig überzeugt waren vom Pfusch mit Dichtungsmasse zum Sickenausgleich den man da sieht, war schnell klar, dass diese Investition uns sicher viele graue Haare ersparen wird (damit die nicht zu kurz kommen gabs dann ein wenig weisse Rostschutzfarbe drauf – ist halt blöd wenn man auf gleicher Höhe im Fensterausschnitt steht und sich nicht achtet wo die Haare überall ankommen).
Ferdinand wurde mit einem Bettlaken und einer daraufliegenden Schaltafel auf die anstehende Operation vorbereitet – mittels Leiter und Vordach vom Häuschen konnte man sich dann wunderbar aufs Dach hieven.
Das eigentliche Vorgehen war das gleich wie beim Seitenfenster – innen Löcher bohren um von aussen dann die genaue Lage des Fensters zu eruieren (was der Adapterrahmen übrigens sehr erleichtert, da er aufgrund der Wölbung und Sickenaussparungen nur an einem Ort wirklich gut passt). Dann kurz die Umrandungen gleich mit dem Rahmen anzeichnen und alles mit Malerkrepp abkleben. Loch bohren um mit der Stichsäge loslegen zu können und vuala – der Mann war im Nu fertig und wir hatten ein Loch im Dach… und die Regenwolke kam prompt bei uns an.
Anschliessend haben wir wiederum die Schnittkante geschliffen und mit Rostschutz behandelt – während der Trocknungszeit den Holzrahmen, den es für den nötigen Abstand (da die Fenster für Sandwichdächer konzipiert sind) braucht, zusammenschrauben. Dann aussen den Adpaterrahmen ankleben und innen den Holzrahmen. Nach dem alles genügend getrocknet hat und fest sitzt konnten wir dann die Dachhaube.. äh.. Dachfenster einsetzten – kurz einen Abstecher zum Baumarkt machen für längere Schrauben – und alles anschrauben. Vuala fertig – Ferdinand hat nun eine Sahnehaube (hmm erinnert mich das Panna cotta noch ein feines Dessert abgeben würde heute Abend).
Der Rest des Wochenendes wärs noch schon gewesen mal noch wo hochzulaufen und runterzufliegen (um dem Flugentzug beim Mann entgegenzuwirken), das Wetter war da aber anderer Meinung und so ging’s bereits noch los mit dem Boden.. das muss aber warten… muss Panna cotta machen gehen :).







